Beginn
Mo., 26.10.2026, 18:30 - 20:00 Uhr
Das Verhältnis zwischen Kirche und Staat im Nationalsozialismus ist von der historischen und kirchenhistorischen Forschung lange Zeit mit der Epochenbezeichnung "Kirchenkampf" beschrieben worden. Damit wurde unterstellt, die beiden großen christlichen Konfessionen im Deutschen Reich hätten in einem dauerhaften Abwehrkampf gegen die totalitären Geltungsansprüche des NS-Staats und seiner kirchenfeindlichen Weltanschauung gestanden. Dass eine solche Epochenbeschreibung jedoch nur teilweise zutrifft und dass es eine Reihe von Politikfeldern gab, in denen die Kirchen durchaus mit dem Staat übereinstimmten, sodass diese Epochenbeschreibung als Kirchenkampf einer Einschränkung und Differenzierung bedarf, soll in dieser Veranstaltung verdeutlicht werden.